Die Lagerung von Chemikalien im Labor unterliegt einigen einfachen Regeln:
Das Sortieren der verschiedenen im Labor eingesetzten Chemikalien nach Kompatibilität ist oft schwierig. Die Sicherheitsdatenblätter geben teilweise Auskunft über die chemische Kompatibilität, aber diese Information ist oft knapp und schwer zu interpretieren. Die Gefahrklassen des Globally Harmonized System stellen einen Ausgangspunkt für die Lagerung nach chemischer Kompatibilität dar.
Die folgende Tabelle zeigt die Lagerungsgruppen nach dem GHS.
Chemikalien der Gruppe 1 erfordern möglicherweise spezielle Sicherheitsschränke, spezielle Lagerräume oder die Lagerung im Freien, je nachdem, welche Menge gelagert werden soll und je nach lokalen Bestimmungen.
Chemikalien der Gruppe 2 können zusammen gelagert werden, müssen aber innerhalb dieser Lagerstätte in Auffangbehältern aufbewahrt werden.
Die Auffangbehälter können simple Auffangwannen aus Polyethylen sein, die groß genug sind, um den Inhalt des größten Behälters, der sich darin befindet, aufzunehmen. Diese Auffangwannen können auch in Sicherheitsschränken benutzt werden, um – falls nötig – eine weitere Trennung zu ermöglichen.
Die beste Methode, um die Menge von Chemikalien, die im Labor aufbewahrt werden, zu beschränken, ist die “just-in-time delivery“, also der Feinabruf. Bei diesem Arrangement werden die Chemikalien z. B. nach dem Schema “bestellt vor 10:00 Uhr, geliefert bis 15:00 Uhr” vom Lieferanten zur Verfügung gestellt.
Ist ein solches just-in-time Programm nicht möglich, sollten Sie die Chemikalien in den Ihren Erfordernissen entsprechenden kleinstmöglichen Behältern bestellen. Obwohl dies die Kosten pro Behälter erhöht, werden die Kosten für die Entsorgung verringert und möglicherweise wird Platz frei, den Sie als Arbeitsfläche statt als Lagerfläche nutzen können.
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Die GHS-Verordnung
Neal Langerman
