Lithium-Ionen-Batterien - eine Gefahr in unseren Autos?

Information über das Thema Verätzung

Erste-Hilfe Spüllösungen gegen Verätzungen und Chemikalienbinder

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In Elektro- und Hybridautos werden bestimmte Batterien verwendet: Lithium-Ionen-Batterien. Diese Batterien funktionieren anders als herkömmliche Batterien in Diesel- oder Benzinfahrzeugen. Die in diesen Batterien verwendeten Komponenten können eine chemische Gefahr darstellen.

Wie funktioniert eine Lithium-Ionen-Batterie?

Eine Lithium-Ionen-Batterie arbeitet mit folgender Reaktion: reversible Austauschreaktion von einem Lithium-Ionen zwischen zwei Elektroden.

Die positive Elektrode ist im Allgemeinen aus einem Oxid von lithiiertem Übergangsmetall (Kobalt oder Mangandioxid) hergestellt; die negative Elektrode ist typischerweise aus Graphit hergestellt.[1] Dieser Austausch findet innerhalb einer flüssigen Elekrolytsalzverbindung im allgemeinen LiPF6 (Lithiumhexafluorophosphat) in einer Lösung aus Ethylencarbonat und Propylencarbonat oder mit Tetrahydrofuran statt.

Eine undichte Lithium-Ionen-Batterie produziert Flusssäure.

Da Elektrolyt flüssig ist, kann er möglicherweise aus der Batterie entweichen und mit Luft und Wasser in Kontakt treten.

Zwei Reaktionen können die Bildung von Flusssäure verursachen:

  • Hydrolyse der PF6-Ionen des Elektrolyt bei Kontakt mit Wasser
  • Verbrennung des PF6-Ionen

Die Hydrolyse der PF6-Ionen erfolgt nur bei Kontakt mit Wasser in einer Umgebung, die nicht zu sauer oder zu basisch ist (pH-Wert zwischen 1 und 12). Allerdings ist die Geschwindigkeit dieser Hydrolyse schwach und die Menge der erzeugten Flusssäure ist gering.[2] Bei Kontakt mit der Haut oder den Augen, kann Flusssäure schwere chemische Verletzungen provozieren und ist sehr giftig.

Um die Gefahr von Flusssäure zu verstehen “klicken Sie hier”

Lithium-Ionen-Batterien und Feuer - eine reale Gefahr.

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Falsche Anwendung von Lithium-Ionen-Batterien führt zu heftiger und gefährlicher Brandgefahr. Diese Reaktion kann schon stattfinden, wenn die Temperatur der Batterie 65° C übersteigt und ist bei mehr als 75° C sehr wahrscheinlich.[3]

Im Brandfall wird durch die thermische Zersetzungsreaktion des Anionen PF6, der im Elektrolyt der Batterie vorhanden ist, Flusssäure gebildet und freigesetzt.

Ein Bericht des französischen INERIS (Nationales Institut für industrielle Umgebungen und Risiken) über Batterien in Elektroautos präzisiert das Risiko.[4] Darüber hinaus zeigen Studien des INERIS: "Aus metrologischer Sicht bleibt die Messung der fluorierten Verbindungen die im Brandfall erzeugt werden schwierig"[5]

Die Konzentration der gebildeten Flusssäure ist variabel und hängt insbesondere von der Menge der verbrannten Elektrolyten und der Verbrennungstemperatur ab.

Während des Brandes des Elektrolyts (Verbrennung von Ethylen- und Propylencarbonat) werden ebenfalls andere giftige Gase (unter anderem Kohlenmonoxid) gebildet.

Um ein Leck oder einen Brand der Batterien zu vermeiden, sollte man Lithium-Ionen-Batterien mit äußerster Vorsicht behandeln.

Was ist im Falle eines Auslaufens von Lithium-Ionen-Batterien zu tun?

Wird ein Leck in dem Elektrolyt einer Lithium-Ionen-Batterie festgestellt, ist es möglich, dass diese Flüssigkeit Flusssäure enthält. Hier ist es erforderlich den flüssigen Rückstand, der aus der Batterie entweicht, mit einem geeigneten Chemikalienbinder, wie einem neutralisiernden Absorptionsmittel ACICAPTAL® oder einem polyvalenten Absorptions- und Neutralisationsmittel wie TRIVOREX® , aufzunehmen. Es wird empfohlen persönliche Schutzausrüstung zu tragen.

Haut- oder Augenkontakt mit der Flüssigkeit aus einer Lithium-Ionen-Batterie können Verätzungen verursachen. Eine angemessene Dekontaminierung entsprechend der Gefahr von Flusssäure ist erforderlich. In jedem Fall ist eine ärtzliche Beratung notwendig.

Speziell gegen die Gefahr von Flusssäure wurde die HEXAFLUORINE®-Lösung, eine aktive Erste-Hilfe-Spüllösung, entwickelt. Mehr über die HEXAFLUORINE®-Lösung.

Was ist im Fall eines Brandes einer Lithium-Ionen-Batterie zu tun?

Lithium-Ionen-Batterien in Autos sind eigentlich isoliert und geschützt, so dass im Brandfall keine Dämpfe von Flusssäure austreten können.

Falls die Batterie bei einem Verkehrsunfall in Brand gerät, sollte man, so weit möglich, den Kontakt mit den austretenden Dämpfen vermeiden.

Bei Haut-oder Augenkontakt mit einem Brandstoff der Lithium-Ionen-Batterie ist eine Dekontaminierung entsprechend der Gefahr von Flusssäure erforderlich. Medizinische Beratung wird dringend empfohlen.

Speziell gegen Gefahr von Flusssäure wurde die HEXAFLUORINE®- Lösung als aktive Erste-Hilfe-Spüllösung entwickelt. Mehr über die HEXAFLUORINE® -Lösung.