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WIRKUNGSWEISE VON VERBRENNUNGEN

Verbrennungen sind lokale oder großflächigere Zerstörungen der Haut und der darunter liegenden Gewebe. In 85 % aller Fälle handelt es sich um Verbrennungen, die auf einen direkten Kontakt mit Flammen, einer siedenden Flüssigkeit oder einem heißen Gegenstand zurückzuführen sind.

Die französischen Statistiken weisen jährlich über 300 000 Verbrennungen aus, von denen 3000 als schwer einzustufen sind und einer stationären Behandlung bedürfen. 300 Todesfälle sind zu beklagen. Verbrennungen stellen die zweithäufigste Unfallursache mit Todesfolge in Frankreich dar.

Die Vernarbung von Verbrennungen hängt von einer Reihe von Faktoren wie beispielsweise der flächenmäßigen Ausdehnung, der Tiefe, dem Alter des Patienten sowie der Qualität der Aufnahme und Behandlung vor Ort ab. Selbst eine oberflächliche Verbrennung muss ernsthaft behandelt werden, da sie zu zahlreichen Komplikationen führen kann;

Die drei Verbrennungstiefen:


Verbrennungsgrade

Klinische Symptome

Morphologischer Schaden

Grad 1 Rötung, Schwellung (Ödem),Schmerzen. Hornhautabstoßung.
Keine Unfallfolgen.

Grad 2 oberflächlich

Blasenbildung–schmerzhafter, feuchter und durchbluteter Wundgrund.

Abstoßung der Epidermis.
Wundheilung ohne Narben aus den Hautanhangsgebilden.

Grad 2
tief

Trockener, weißlicher Wundgrund.Berührung wenig schmerzhaft.
Haar- und Nagelausfall. Blutung erst bei tieferem Nadelstich. Rötung mit Glasspatel nicht wegdrückbar.

Schädigung bis ins Corium. Wundheilung nur mit Narbenbildung möglich. Meist Hautübertragungen nötig.

Grad 3

Weißer, harter Wundgrund.
Keine Schmerzen beim Nadelstich.

Zerstörung des Coriums und evt. tieferer Schichten.
Wundheilung nur vom Wundrand her möglich.
Hautübertragung nötig.


Auch die Ausdehnung der Verbrennung ist zu beachten:

Eine Verbrennung ist dann als schwerwiegend einzustufen, wenn hiervon mehr als 1% der Hautoberfläche betroffen ist (1% = Größe der Hand des Betroffenen). Man spricht von schweren Verbrennungen wenn 25% der Körperoberfläche bei Erwachsenen und 15 % der KOF bei Kindern betroffen sind.

Bei schweren Verbrennungen ist der Verlauf innerhalb der ersten Stunden für die weitere Entwicklung entscheidend. Eine sofortige Wundversorgung ist von wesentlicher Bedeutung. Die Kühlung der Brandverletzung muss unmittelbar nach Eintritt des Unfalls vorgenommen werden, um wirksam zu sein. Nach einer Viertelstunde ist sie nur noch von begrenztem Nutzen.

Die frühzeitige Kühlung ist Aufgabe des Rettungsdienstes und kann durch Wasserspülung über einen Zeitraum von 15 min. bei 20 C° oder mittels eines Hydrogels vorgenommen werden. Water-Jel® bieten den Vorteil einer zielgenauen Wundversorgung und haben darüber hinaus eine schmerzlindernde Wirkung. Die Dauer der Kühlbehandlung muss der körperlichen Verfassung des Patienten angepasst werden. (Bei Kleinkindern sollte sie eine Dauer von 3 bis 5 min. nicht überschreiten).


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